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Unboxing & Unboxing-Erlebnis: Warum die richtige Verpackung den Unterschied macht

Das Öffnen einer Produktverpackung ist mehr als ein funktionaler Schritt zwischen Produktwahl und Produktnutzung. Das sogenannte Unboxing hat sich zu einem beliebten Erlebnis entwickelt – mit großer Bedeutung für deine Markenwahrnehmung, Kundenzufriedenheit und Marketing. Jede Verpackungsart trägt dazu bei, wie dein Produkt beim Auspacken wahrgenommen wird. Hier erfährst du, was Unboxing bedeutet, warum es psychologisch wirkt, wie Unboxing bei deinem Verpackungsdesign gezielt eingesetzt werden kann – und wie deine Verpackung Teil eines gelungenen Unboxing-Erlebnisses wird!

Erstellt am09.02.2026

Was bedeutet Unboxing?

Der Begriff Unboxing stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt auf Deutsch „Auspacken“. Gemeint ist jedoch nicht nur der rein funktionale Vorgang, sondern das bewusste Erleben des Öffnens einer Verpackung – inklusive aller Eindrücke, die dabei entstehen.

Unboxing umfasst:

  • das Öffnen des Kartons

  • das Entfernen von Schutzmaterialien

  • das Sichtbarwerden der Produktverpackung

  • den ersten Kontakt mit dem Produkt

Besonders im E-Commerce ist Unboxing ein zentraler Moment, weil er den ersten physischen Kontakt zwischen deiner Marke und deinen Kund:innen darstellt.

Was ist ein Unboxing-Erlebnis?

Ein Unboxing-Erlebnis entsteht dann, wenn das Auspacken emotional positiv wahrgenommen wird. Das kann durch hochwertige Materialien, eine durchdachte Reihenfolge des Auspackvorgangs, visuelle Details, besondere Haptik der Verpackung oder kleine Überraschungen geschehen.

Aber auch nachhaltige Verpackungen haben positive Effekte auf das Unboxing. Nachhaltigkeitsaspekte wie renommierte Nachhaltigkeitssiegel und transparente Hinweise zu recycelbaren Materialien oder biologisch abbaubaren Optionen stärken Vertrauen und reduzieren Bedenken beim Öffnen. Ebenso die Verwendung von weniger Verpackungsmaterial statt einer kaum gefüllten Mogelverpackung können das Unboxing-Erlebnis deutlich verbessern. Durch all das wird das Umweltbewusstsein deiner Kund:innen gestärkt und sie verbinden damit deine Marke.

Warum fasziniert Unboxing? Das ist die Psychologie dahinter

Die Faszination des Unboxings lässt sich psychologisch gut erklären. Mehrere Mechanismen greifen ineinander:

  • Antizipation & Belohnung👏
    Das Öffnen einer Verpackung aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn. Ähnlich wie bei Geschenken entsteht Vorfreude.

  • Kontrolle & Entdeckung 👀
    Schicht für Schicht wird etwas sichtbar. Diese kontrollierte Enthüllung steigert die Aufmerksamkeit.

  • Emotionale Verankerung 🤩
    Positive Emotionen beim Auspacken übertragen sich auf dein Produkt und deine Marke.

Mann neben einer Auswahl von Standbodenbeutel mit verschiedenen Designs

Von außen nach innen: Unboxing als ganzheitliches Auspackerlebnis

Alle Verpackungsarten, die bei deiner Marke - ob im Online-Handel oder im lokalen Handel - spürbar für deine Kund:innen zum Einsatz kommen, beeinflussen das Unboxing-Erlebnis auf unterschiedliche, aber eng miteinander verknüpfte Weise.

Entscheidend ist: Unboxing ist kein einzelner Moment, sondern eine Abfolge von Eindrücken. Das beginnt bereits mit der äußeren Verpackung und setzt sich bis zur Produktverpackung fort. Jede Verpackungsebene erfüllt dabei eine eigene Funktion – emotional, aber ebenso funktional.

1. Transportverpackung / Versandkarton: Der erste Eindruck zählt

Die Transportverpackung – meist ein Versandkarton – ist der Startpunkt des Unboxing-Erlebnisses. Auch wenn sie oft als rein funktional betrachtet wird, prägt sie den ersten Eindruck stärker, als viele Marken erwarten. Wir von Packiro bringen zum Beispiel Etiketten mit unserem Logo an unseren Versandkartons - damit du als Kund:in direkt erkennst, von wem das Paket stammt und was sich dort drin befinden wird.

So beeinflusst deine Transportverpackung den 1. Eindruck bei deinen Kund:innen:

  1. Größe, Stabilität und Zustand des Kartons beeinflussen sofort die Wahrnehmung der Marke.

  2. Ein sauberer, passgenauer Karton signalisiert Sorgfalt und Professionalität.

  3. Zu große Kartons, unnötiges Füllmaterial oder schwer zu öffnende Verpackungen wirken negativ und verschwenderisch.

Kurzum: Dein Versandkarton entscheidet, ob das Unboxing positiv beginnt oder bereits vor der ersten Berührung mit deinem Produkt eher enttäuscht.

2. Schutz- und Füllmaterial: Ordnung statt Überladung

Zwischen Transport- und Produktverpackung liegt oft eine weitere Ebene: Füll- und Schutzmaterialien wie Papier, Kartonpolster oder Einlagen.

Füllmaterial kann das Unboxing aufwerten – oder es unnötig kompliziert und negativ machen. Ordentlich platzierte Materialien wirken beispielsweise hochwertiger als wahllos gestopftes Füllmaterial. Außerdem beeinflusst die Wahl des Füllmaterials dein Markenimage stark.

Du willst, dass deine Marke ein nachhaltiges Image nach außen trägt? Reduziere Füllmaterial, verwende recyclingfähige Materialien oder vermeide es - wenn möglich - sogar ganz.

💡Lesetipp: Green Marketing: Wie dein Unternehmen Nachhaltigkeit richtig kommuniziert & als Erfolgsfaktor nutzt

3. Produktverpackung: Der emotionale Höhepunkt des Unboxings

Deine Produktverpackung ist der wichtigste Bestandteil des Unboxing-Erlebnisses. Sie ist der Moment, in dem dein Produkt erstmals sichtbar wird – und damit der emotionale Höhepunkt.

Insbesondere das Verpackungsdesign prägen das Unboxing fast vollständig – sie steuern Emotion, Wahrnehmung der Produktqualität und die Wahrscheinlichkeit, dass der Moment geteilt wird (im besten Fall sogar ganz ohne Kosten für Influencer-Marketing!).

Typische Elemente für gelungenes Unboxing mit deiner Produktverpackung

  • hochwertige Materialien (z.B. hochwertige Kunststoffverpackung mit Spezialeffekten wie Metallisierung, biobasierte Papierverpackungen)

  • praktische Verpackungshaptik (z.B. flexible Form, standfester Standboden)

  • klare Struktur und Ordnung

  • ruhiges, markentypisches Design

  • bewusste Reduktion statt Überladung

  • nützliche Verpackungsfeatures wie wiederverschließbare Druckverschlusse, Euroloch zum Aufhängen oder ein Aromaventil für Kaffee

Beispiele von erfolgreichem Unboxing

  • Apple: Die Marke setzt schon von Beginn an auf minimalistische Produktverpackungen mit exakt abgestimmter Öffnungsmechanik. Außerdem sind alle einzelnen Komponenten (Smartphone, Ladekabel, Anleitung etc.) stets durchdacht angeordnet in der Box.

  • Glossier: Glossier nutzt farbige, Instagram-taugliche Verpackungen, die Kund:innen gezielt zum Teilen einladen. Innen sind die Verpackung im markentypischem Rosa sowie mit Glitzer-Elemente verziert. Sticker und Slogans schaffen ein Community‑Gefühl und machen jede Bestellung „instagrammable“.

  • Oceanmata: Das Unternehmen stellt biologisch abbaubare Handyhüllen aus Meeresmüll her. Auf ihren Verpackungen erzählt die Marke die Story hinter Produkt und Umwelteinsatz. Zudem wird auf recycelbare Materialien und ein klares Öko‑Branding gesetzt, wodurch das Unboxing sehr werte‑getrieben wirkt.

Unboxing auf Social Media: So funktioniert das Auspacken vor Kamera

Die Unboxing-Erfahrung ist eng mit Social Media verknüpft. Wenn du bei YouTube, TikTok, Instagram und Co. den Suchbegriff "Unboxing" eingibst, werden dir Millionen von Videos und Posts anzeigt, in denen Menschen Produkt auspacken und dabei Emotionen zeigen.

Unboxing auf YouTube

Laut G+D Spotlight wurden Videos mit dem Begriff „Unboxing“ allein auf YouTube bereits über 27 Milliarden Mal angesehen. Zudem nutzen viele Konsument:innen Unboxing-Videos gezielt zur Kaufentscheidung - denn sie wollen dieses vor dem Online-Kauf erstmal noch einmal genauer ansehen.

Die beliebtesten Unboxing-Videos bei YouTube dauern meist zwischen 3 und 8 Minuten. Während dieser Zeit zeigen die Creator:innen meist immer erst die ungeöffnete Verpackung und erklären kurz, welches Produkt ausgepackt wird.

Dann wird Schritt für Schritt ausgepackt: der Versandkarton wird geöffnet, dann die Produktverpackung, das Zubehör, Anleitungen - alles wird in die Kamera gehalten. Währenddessen beschreibt die Person das Verpackungsdesign, erste Eindrücke und wichtige Produktmerkmale.

Am Ende folgt meist ein kurzes Fazit oder Mini-Praxistest des Produkts (z.B. Handy einschalten oder bei Lebensmitteln ein "Taste Test"). Zuletzt endet das Video oftmals mit einer aktiven Kaufempfehlung.

Unboxing auf Instagram

Das professionelle Auspacken bei Instagram läuft etwas anders ab. Hier wird weniger erklärt, sondern mehr inszeniert. Verpackungen werden damit zum visuellen Marketinginstrument.

Primäres Format sind hier die beliebten "Reels", die maximal 60 Sekunden dauern. Typischerweise gibt es einen Produktteaser im ersten Shot, dann 3–7 cineastische Perspektiven (Versandbox, das Öffnen, Detailaufnahmen, zuletzt das Produkt im Einsatz).

Auf Instagram funktionieren besonders:

  • ästhetische Produktverpackungen

  • klare Farbwelten

  • strukturierte Unboxing-Reihenfolgen

Unboxing auf TikTok

TikTok ist nochmal trend‑ und soundgetriebener als Instagram und YouTube. Der Hashtag #unboxing ist ein etablierter Traffic‑Treiber für viele Creator:innen und Marken.

Die Unboxings sind hier normalerweise nur 10 bis 45 Sekunden lang.

Erfolgreiche Unboxing-Posts bei TikToks enthalten zum Beispiel:

  • klare Dramaturgie & Storytelling von Anfang bis zum Ende

  • Text-Overlays ("Ich hab zu viel Geld ausgegeben, aber ich bereue es nicht")

  • Trend-Sounds (Real-Time-Marketing ist bei TikTok der Erfolgsfaktor)

  • immersive Soundeffekte bzw. "ASMR"‑Unboxings (Knistern des Papiers, Reißstreifen, Reißverschluss etc.)

Was alle Unboxing-Formate der beliebtesten Social Media Plattformen gemeinsam haben: bei allen werden Emotionen gezeigt und eine Dramaturgie aufgebaut.

👉Wie deine Verpackungen außerdem auf Social Media überzeugen, erfährst du in diesem Magazinbeitrag.

5 Tipps: Was macht gutes Unboxing aus?

Nun kennst du die Psychologie und die Trends hinter dem Unboxing-Hype. Aber wie kannst du dies nun konkret für dein Business zur Vermarktung deiner Produkte nutzen? Hier sind 5 Tipps!

1. Klarer Ablauf: Intuitives Auspacken statt Chaos

Ein gutes Unboxing folgt einer klaren, nachvollziehbaren Reihenfolge. Das Auspacken sollte logisch und intuitiv sein – ohne Suchen oder Umräumen. Ideal ist ein Aufbau, bei dem jede Verpackungsebene logisch auf die nächste vorbereitet – vom Versandkarton über eventuelles Schutzmaterial bis hin zur Produktverpackung.

2. Weniger, aber gezielt: Qualität schlägt Quantität

Nicht jede Unboxing-Verpackung braucht Seidenpapier, Aufkleber oder Beileger. Zu viele Extras wirken schnell überladen oder künstlich. Deutlich wirkungsvoller sind wenige, gut platzierte Details, die eine klare Funktion erfüllen

Minimierung sorgt nicht nur für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild, sondern hilft auch, dein Produkt selbst mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

3. Markenidentität sichtbar machen: Verpackung als Markenbotschafter

Farben, Materialien, Oberflächen und Tonalität sollten deshalb konsistent zu deinem generellen Markenauftritt passen.

Eine nachhaltige Marke profitiert zum Beispiel von natürlichen Materialien, während Premium-Marken oft mit Haptik und Minimalismus überzeugen.

Generell gilt: Die Verpackung sollte sich wie eine Art Verlängerung von Website, Social Media und Produktdesign anfühlen. So stärkt du den Wiedererkennungswert und das Vertrauen in dein Unternehmen.

4. Social-Media-Tauglichkeit mitdenken: Unboxing als Content

Damit deine Produkte bald auch in den einschlägigen Social Media Kanälen "ausgepackt" werden, müssen sie auch Social-Media-tauglich sein. Das bedeutet:

  • Verpackung sollte beim Auspacken gut aussehen

  • verständlich und ästhetisch wirken – auch für Außenstehende

  • sich leicht filmen oder fotografieren lässt

5. Nachhaltigkeit berücksichtigen

Überverpackung wird von vielen Konsument:innen zunehmend kritisch gesehen. Ein gelungenes Unboxing-Erlebnis überzeugt heute nicht nur emotional, sondern auch rational.

Ressourcenschonende, recyclingfähige Materialien, wenig Abfall und klare Trennung der Verpackungsbestandteile zahlen positiv auf dein Markenimage ein.

Fazit: Unboxing ist ein strategischer Verpackungsfaktor

Unboxing ist kein kurzlebiger Trend, sondern ein fester Bestandteil moderner Markenkommunikation. Unboxing-taugliche Verpackungen verbinden Produktschutz, Verpackungsdesign, Emotionen und Marketing zu einem Gesamterlebnis. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine hochwertige Produktverpackung oder einen schlichten Versandkarton handelt – entscheidend ist das Zusammenspiel.

Marken, die Unboxing bewusst gestalten, schaffen nicht nur zufriedene Kund:innen, sondern auch Inhalte, die geteilt, erinnert und weiterempfohlen werden.

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