PACKIRO Magazin

Das sollte Dein perfektes Verpackungsdesign ausmachen

Produktverpackungen sind allgegenwärtig und erfüllen mehrere Zwecke. Ob Lebensmittel, Kosmetikprodukte, Tierfutter – alle diese Dinge müssen unbeschadet den Weg vom Produzenten zum Konsumenten überstehen. Gleichzeitig soll die Gestaltung den Konsumenten ansprechen. Ein gut durchdachtes Verpackungsdesign ist hier gefragt. Was man unter diesem Begriff alles versteht und was es bei der Gestaltung zu beachten gilt, erfährst Du bei Packiro.

Was versteht man unter Verpackungsdesign?

Unter Verpackungsdesign (auch Packaging Design genannt) versteht man die grafische Ausgestaltung eines Produktbehältnisses. Ziel ist, einen potentiellen Kunden mithilfe der Produktverpackung über das Angebot zu informieren und ihm durch ansprechende Gestaltung einen Kaufanreiz zu bieten. Verpackungsdesign lässt sich aus den drei Blickwinkeln Grafik, Herstellung und Marketing betrachten.

  • Grafik: Diese Dimension geht das Thema Verpackungsdesign unter dem Gesichtspunkt der visuellen Identität einer bestimmten Marke an. Sein Ziel besteht darin, dass die Verpackung die Aufmerksamkeit von Kunden erregt, gleichzeitig Produktinformationen bereitstellt und das Branding eines Unternehmens stärkt.
  • Herstellung: Dieser Punkt umfasst alle technischen Aspekte der Produktverpackung, wie Materialien, Funktionalität, Haltbarkeit, Versandanforderungen etc.
  • Marketing: Aus Sicht des Marketings ist die Verpackung ein Teil der Marketingstrategie. Hier geht es um die Frage, welche zusätzlichen Gestaltungselemente genutzt werden können, um ein Produkt marketingtauglich machen zu können. Das Ziel besteht darin, die Produktverpackung gleichzeitig als Werbemittel nutzen zu können.

Wie das Design einer Produktverpackung am Ende ausfällt, hängt davon ab, um welche Art es sich handelt. Ein Standbodenbeutel wird beispielsweise nach anderen Kriterien gestaltet als eine Flasche oder Schachtel.

Wichtig ist in dem Zuge die Unterscheidung zwischen Primärverpackungen (Hülle, die im direkten Kontakt mit dem Produkt steht) und Sekundärverpackungen (größere Hülle, die definierte Anzahl an Primärverpackungen umfasst). Teil des Verpackungsdesigns ist es auch, diese beiden Produkthüllen aufeinander abzustimmen.

Notwendige Angaben nicht vergessen

Auch wenn der Bereich Verpackungsdesign kreativ anmutet, solltest Du stets die verschiedenen Pflichten im Blick behalten. Folgende Angaben müssen auch bei ausgefallener Gestaltung auf Deiner Produktverpackung Platz finden:

  • Nettofüllmenge
  • Mengenangaben
  • Herkunftsort des Produktes
  • Barcodes
  • Fertigungsnummer
  • Name und Anschrift des Unternehmens
  • gesundheitsbezogene Angaben (z.B. Allergene)
  • Verfallsdatum
  • Inhaltsstoffe und Nährwert bei Lebensmitteln

Informationen wie das Verfallsdatum und die Fertigungsnummer ändern sich regelmäßig, sodass Du sie sicherlich nicht direkt auf die Verpackung drucken möchtest. Allerdings solltest Du beim Design der Produktverpackung die entsprechende Fläche für einen Stempelaufdruck mit diesen Angaben einplanen.

Darüber hinaus ist ausreichend Platz für einen sympathischen sowie humorvollen Marketingtext, Produktbeschreibungen und ggf. für Schlagwörter wie „vegan“ oder „Bio“ wichtig. In der Summe kommt eine beachtliche Menge Inhalt zusammen. Dies macht eine entsprechend kleine Schriftgröße notwendig. Damit dies nicht zulasten der Lesbarkeit geht, solltest Du klare Schriften und Kontraste wählen. Und natürlich ist eine gute Positionierung des Firmenlogos wichtig.

Wusstest Du schon?

Packiro bietet Dir einen Grafik-Service an - von der ersten Idee bis hin zum fertigen Verpackungsdesign.


Kontakt aufnehmen

Worauf gilt es bei der Gestaltung zu achten?

Wenn Du ein Produkt entwickelst und Dich schließlich der Verpackungsfrage widmest, solltest Du die Zielgruppe genau definieren (sofern noch nicht geschehen). Immerhin ist die Produktverpackung das Erste, das ein möglicher Kunde zu Gesicht bekommt und so sollte diese auf ihn ausgerichtet sein. Fragen dieser Art können dabei Orientierung bieten:

  • Ist es ein spezielles Produkt für Männer oder Frauen?
  • Sind umweltbewusste Menschen die Zielgruppe?
  • Wie finanzkräftig ist die potentielle Käuferschaft?
  • Ist das Produkt für Kinder gedacht?
  • Handelt es sich bei der Zielgruppe um Senioren?

Nach der Definition einer potentiellen Zielgruppe heißt es, sich in den möglichen Käufer Deines Produktes hineinzudenken. Was könnte ihn ansprechen? Als Beispiel: Kinder wollen ein verspieltes und buntes Design. Ältere Menschen kaufen meist eher ein Produkt mit großer lesbarer Schrift auf der Packung.

Wer ein hochpreisiges Produkt erwirbt, möchte gerne eine luxuriöse Verpackung haben. Falls Deine Zielgruppe sich für Sondereditionen, zum Beispiel zu Weihnachten, Sportveranstaltungen oder Ostern begeistern kann, solltest Du auf eine flexible, anpassungsfähige Verpackungsgestaltung setzen.

Auch wenn es klar sein sollte: Die Verpackung muss deutlich erkennbar machen, um was für ein Produkt es sich handelt. Konsumiert werden nur auf den ersten Blick verständliche Dinge. Ein weiteres No-Go besteht darin, Dein Produkt auf der Verpackung falsch darzustellen. Kauft es jemand aufgrund der Bilder, die aber nicht der Wahrheit entsprechen, wird er sich betrogen fühlen. Gut möglich, dass dieser Kunde danach nichts mehr von Dir kauft. Und schlimmstenfalls wird er von dieser Vortäuschung falscher Tatsachen in seinem Umfeld berichten oder online seinem Ärger Luft machen.

Hast Du geringes Budget und/oder kein Interesse an einem aufwendigen Verpackungsdesign, ist Minimalismus eine Option. Dabei handelt es sich um einen Designtrend bestehend aus nackten Formen. Bei einer Verpackung könnte Minimalismus beispielsweise eine Pappschachtel mit einem „handgeschriebenen“ Logo sein. Dieser Trend ist derzeit bei vielen Produktverpackungen, Beuteln oder Kartons zu finden, da er vielseitig ist und zu den meisten Branchen und Marken passt.

Tipp von Packiro:

Es ist keine Seltenheit, dass ein Produkt falschherum im Regal steht. Plane daher bei der Gestaltung der Verpackung auf der Rückseite Platz für das Logo sowie den Produktnamen ein.


Weitere Fragen? Kontakt aufnehmen

Wie komme ich zu einer fertigen Verpackung?

Von der ersten Idee bis zu einer fertigen Produktverpackung kann es mitunter ein langer Weg sein. Vor der eigentlichen Gestaltung solltest Du ein paar Dinge vorbereiten. Überlege Dir (je nachdem in Zusammenarbeit mit einem Texter) alles, was auf Deiner Verpackung abgebildet sein soll. Dies geht vom Produktnamen über die Pflichtangaben bis hin zur Beschreibung des Produkts und mögliche Bilder.

Ein Punkt bei den Pflichtangaben ist der Barcode. Diesen solltest Du rechtzeitig beantragen. Wichtig ist zudem, dass die Gestaltung zu vorherigen Produkten passt bzw. Deiner Markenästhetik und Deinem Corporate Design entspricht. Dementsprechend sollten folgende Informationen vorliegen:

  • Vorher verwendete Farben: CMYK- oder Pantone-Werte, notfalls Hex-Code
  • Genutzte Schriftarten: Schriftarten und Angaben wie Unterschneidung und Schriftstärke
  • Unternehmenslogo: als Vektordatei
Und bevor Deine Standbodenbeutel, Kartons & Co. in Produktion gehen können, sind auch folgende Fragen wichtig:

  • Welches Material/Lack o.ä. kommt zum Einsatz?
  • Ist die Verwendung von Sonderfarben oder zusätzlichen Verwendungen geplant?
Abhängig von der eigentlichen Verpackung können hier noch eine Vielzahl weiterer Fragen und Punkte hinzukommen. Wie bei uns auch steht Dir meistens ein Support zur Seite, der bei Fragen oder Unklarheiten weiterhilft.
Nach der Klärung der Aspekte geht es an die Produktion Deiner Verpackung – und schon bald kannst Du Deine gestalteten Beutel, Schachteln & Co. in den Händen halten.

Fazit

Die Verpackung ist häufig der erste Kontaktpunkt von Konsumenten mit Deiner Marke bzw. Deinem Produkt. Dementsprechend wichtig ist ein gelungenes Design, um Aufmerksamkeit zu generieren. Achte in diesem Zuge darauf, mit optischen Kontrasten zu arbeiten, passende Farben zu verwenden, lesbare Schriftarten zu wählen und beim potentiellen Kunden positive Emotionen zu erzeugen. Dies sorgt im Idealfall für eine Kaufanregung.

Generell ist es wichtig, dass Dein Produkt aus der Masse hervorsticht und Du Dich so von der Konkurrenz abhebst. Mit einer ansprechenden Verpackungsgestaltung wird der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen.